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Schwarzarbeit lohnt sich nicht!

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Schwarzarbeit lohnt sich nicht!

Ja, diesen Satz kennt eigentlich jeder und doch denken viele: „Warum soll mir nicht der Informatik-Student mal schnell eine Webseite basteln?“ Oder man bekommt die Auskunft „Ohne Rechnung wirds natürlich günstiger…“.

Wie aber der Bundesgerichtshof (BGH) heute entschieden hat, kann so etwas ziemlich teuer werden. Eventuell sogar für beide Seiten.

Aber fangen wir mit der Sichtweise des Kunden an, der eine vernünftige, moderne Webseite haben möchte. Und als Kunde erwartet man zu Recht, dass keine veraltete Technik wie Frames verwendet werden, dass eine neue Webseite nach aktuellen Standards wie HTML5 und CSS3 programmiert wurde. Dass der Webseiten-Entwickler sowohl OnPage-SEO als auch OffPage-SEO kennt und den Kunden da beraten kann. Dass eine Webseite möglichst barrierearm ist und auch in allen gebräuchlichen Webbrowsern funktioniert und gut ausschaut. All dies sind eigentlich Selbstverständlichkeiten, dass man dann noch den einen oder anderen Tipp zusätzlich bekommt, das sollte auch üblich sein. Und auch wenn Webdesigner keine Rechtsberatung leisten dürfen, Basics wie z.B. Impressumspflichten sollten sie schon wissen und ihre Kunden auch darauf hinweisen. Nach Möglichkeit sogar ihren Kunden einen entsprechend spezialisierten Anwalt nennen können. All das ist keine Hexerei und gehört, in meinen Augen, zu einer ganz normalen Beratung eines Kunden.

Nur extrem oft wird so eine „Kannst du mir mal“-Webseite einfach mal schnell in unsauberem Code hingeschludert oder gar mit einem „Webseite-Mal-Programm“ wie Magix Web Designer, NetObjects Fusion, Easy Website Pro oder Ähnlichem einfach mal aufgesetzt. Mit all den Nachteilen, die diese Programme am Code, an Barrierefreiheit, an Erweiterbarkeit und Pflege und noch viel mehr hinterlassen.

Dafür zahlt der Kunde dann mal schnell ein paar hundert Euro und ist erstmal froh, dass er seine Webseite „so billig“ bekommen hat. Nur irgendwann schaut der Kunde sich die Seite dann mal mit einem anderen Browser an. Oder auf seinem Handy bzw. Tablet. Oder er unterhält sich mit einem Kollegen, weil er sich wundert, dass seine ach so tolle Webseite keine Kunden bringt. Oder er muss mal ganz schnell was ändern (ein Gericht bei einer Gaststättenwebseite, eine fehlende oder neue Information im Impressum, einen andern Preis für ein Produkt…) und kann das nicht. Und den Webseitenersteller erreicht er einfach nicht mehr. Oder selbiger hat keine Zeit, schließlich ist jetzt seine Studienarbeit für ihn einfach wichtiger und Webseiten will er in Zukunft ja sowieso nicht mehr erstellen.

Der normale Kunde sagt jetzt einfach: „Du hast mir Pfusch geliefert. Mach meine Webseite vernünftig – oder ich lasse sie von jemand anderes machen und du bezahlst mir das dann!“ Moralisch hat der Kunde damit natürlich Recht, nur vor Gericht spätestens seit heute keine Chance mehr, wie der BGH feststellte. Denn mit Aktenzeichen: VII ZR 6/13 wird ganz klar gesagt: Verträge zu Schwarzarbeit sind seit 2004 verboten und damit nichtig. Da es keinen Vertrag gibt, kann man auch keinen Schadensersatz fordern.

Und dieses BGH-Urteil hat noch eine weitere Seite: Wer für jemand anderen eine Leistung erbringt und diese als Schwarzarbeit ausführt, der wird kaum irgendetwas machen können, wenn der Kunde dann nicht zahlt. Wo es keinen Vertrag gibt, gibt es auch keine vertraglich ausgemachte Bezahlung.

In diesem Sinne: Lieber gleich zu einem ordentlichen Webdesigner / Webdeveloper. Da bekommt man nicht nur eine vernünftige Webseite zu einem vernünftigen Preis (wenn man sich ein bisschen am Markt umschaut und mehrere Angebote einholt), sondern bekommt selbige mit großer Wahrscheinlichkeit sogar deutlich günstiger, als wenn man sie schwarz machen lässt.

Bild: By Peter Steiner, Regina Steiner für das Bundesministerium der Finanzen und die Deutsche Post AG (Deutsche Post AG, scanned by Steveurkel) 
[Public domain], via Wikimedia Commons

Von | 2017-06-11T01:19:22+00:00 1. August 2013|Artikel, Rechtliches|0 Kommentare

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About the Author:

Seit dem letzten Jahrtausend betreibe ich mehrere eigene Webseiten und mache digitales Marketing. Auf meiner Website hier erkläre ich offen und nachvollziehbar, was beim Marketing im Internet garantiert funktioniert und wie man diese Methoden gewinnbringend für sich selbst erfolgreich einsetzt.

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